Fazit: Die Variante DVL2 c.2044delC (p.Pro684LeufsX26) ist beim Staffordshire Bullterrier nicht fixiert, sondern verteilt sich ungleich: Eine Studie der Universität Helsinki (Niskanen et al. 2021) fand unter 714 Staffies 135 Träger einer Kopie (18,9 %) und nur einen einzigen Hund mit zwei Kopien (0,1 %). Diese 18,9 % sind ein Trägeranteil, keine Allelfrequenz. Zwei Kopien führen bei den untersuchten Rassen regelmäßig zu Fehlbildungen der Schwanzwirbel; eine Knickrute beweist die Variante aber nicht, denn in derselben Studie hatten auch DVL2-freie Staffies Rutenanomalien. Für die Zuchtplanung ist der Test sinnvoll, weil er Verpaarungen von Träger mit Träger (25 % Welpen mit zwei Kopien) erkennbar macht. LABOKLIN bietet ihn als Test 8747 für 63,00 € an (inkl. 19 % MwSt., Katalog Juli 2026). Der Befund ist eine Risikoinformation und keine Diagnose: Gangunsicherheit hinten, Lähmungen oder Probleme beim Kot- und Harnabsatz gehören sofort in tierärztliche Hände.
- 135 Träger unter 714 Hunden: was die Helsinki-Zahlen über den Staffie verraten
- Ein verlorenes Nukleotid im Dishevelled-2-Gen
- Warum nur ein einziger reinerbiger Staffie auftauchte
- Ein Knick in der Rute ist noch kein DVL2-Befund
- Was die AmStaff-Daten zeigen – und warum man sie nicht eins zu eins überträgt
- Eine Rute wie ein Pumpenschwengel: der FCI-Standard Nr. 76
- Träger im Zuchtbuch: was QUEN Veterinärämtern empfiehlt und was das Gesetz sagt
- Was die GBF-Zuchtordnung verlangt – und was in ihrer Liste fehlt
- Gentest bestellen: LABOKLIN 8747, Genomia und kein Staffie-Paket
- Wenn der Hund hinten unsicher läuft: Praxis, Klinik und Police
- Häufige Fragen
- Literatur und Quellen
- So lassen Sie Ihr Tier testen
135 Träger unter 714 Hunden: was die Helsinki-Zahlen über den Staffie verraten
Keine andere Rasse wurde bisher so umfangreich auf diese Variante typisiert wie der Staffordshire Bullterrier. Die Arbeitsgruppe um Niskanen, Lohi und Hytönen an der Universität Helsinki untersuchte für ihre 2021 in Human Genetics erschienene Studie 1954 Hunde aus 15 Rassen, alle in Privatbesitz und in Finnland erfasst. Die Staffies stellten mit 714 Tieren die größte Einzelgruppe. Das Ergebnis: 578 Hunde ohne Variante, 135 mit einer Kopie, ein Hund mit zwei Kopien.
Auf den ersten Blick wirken „18,9 %“ hoch. Wichtig ist, was die Zahl misst. Sie beschreibt den Anteil der Hunde, die die Variante einmal tragen. Die Allelfrequenz – der Anteil aller Genkopien in der Population, die die Deletion enthalten – liegt deutlich darunter. Rechnet man aus den Genotypen nach (135 Träger plus zweimal der eine reinerbige Hund ergibt 137 veränderte Kopien unter 1428), kommt man auf rund 9,6 %. Diese Zahl ist von uns aus der Tabelle abgeleitet und steht so nicht im Abstract. Die Diskussion der Originalarbeit spricht ihrerseits locker von „allele frequency 18,9–37,0 %“, gemeint sind dort aber ebenfalls die Trägeranteile.
Zum Vergleich innerhalb derselben finnischen Stichprobe: Bei 285 American Staffordshire Terriern waren 27,7 % Träger und 1,8 % reinerbig, bei 73 Bordeauxdoggen 37,0 % Träger. In 16 Bullterriern und 13 Miniatur Bullterriern fand das Team die Variante überhaupt nicht – kleine Gruppen, aber ein Hinweis darauf, dass die Verwandtschaft im Namen nichts über die Verteilung dieser Variante sagt. Englische und Französische Bulldoggen sowie Boston Terrier waren dagegen ausnahmslos reinerbig: zusammen 673 Hunde, kein einziger ohne zwei Kopien.
Eine Einschränkung gilt für alle diese Werte. Es sind finnische Hunde. Für deutsche Staffies gibt es keine veröffentlichte Frequenzangabe, ebenso wenig für andere europäische Länder. Die UC-Davis-Arbeit von 2018, auf die die Entdeckung zurückgeht, hatte nur einen einzigen Staffie typisiert – und der war Träger. Mehr als „die Variante kommt in der Rasse vor und ist nicht selten“ lässt sich für den deutschen Bestand nicht seriös sagen.
LenaFast jeder fünfte Staffie Träger – heißt das, jeder fünfte Welpe ist krank? Jonas ReuterNein. In der Stammbaumanalyse der UC Davis hatte kein einziger Träger Brust- oder Schwanzwirbeldefekte; die Fehlbildungen folgten einem rezessiven Muster. Heikel wird es erst, wenn zwei Träger miteinander verpaart werden.Ein verlorenes Nukleotid im Dishevelled-2-Gen
Entdeckt wurde die Ursache 2018 an der University of California, Davis. Das Team um Mansour und Bannasch sequenzierte das gesamte Erbgut von 100 Hunden aus 21 Rassen, darunter zehn Hunde mit sogenannter Schraubenrute (fünf Englische Bulldoggen, drei Französische Bulldoggen, zwei Boston Terrier). Unter mehr als zwölf Millionen geprüften Varianten war eine einzige so stark mit der Schraubenrute verknüpft wie keine andere im Genom: eine Deletion im Gen DVL2 auf Chromosom 5, statistisch mit p = 4,37 × 10−37. Veröffentlicht wurde das in PLoS Genetics.
Technisch fehlt im vorletzten Exon (Exon 15) ein einzelnes Cytosin. Die Nomenklatur lautet c.2044delC, auf Proteinebene p.Pro684LeufsX26. Weil sich dadurch das Leseraster verschiebt, endet das Eiweiß 23 Aminosäuren zu früh und trägt am Ende 26 falsche Bausteine. In Zellversuchen wurde das veränderte Protein nach WNT-Stimulation schwächer phosphoryliert – ein Hinweis darauf, dass die Signalweiterleitung im WNT-Weg beeinträchtigt ist. Die Datenbank OMIA führt den Eintrag unter 002186-9615 („Screw tail“) und schreibt dieselbe Deletion nach HGVS-Regeln als c.2051del; gemeint ist dieselbe Veränderung, nur an der Normierungsregel verschoben.
Der Name „Robinow-like-Syndrom“ kommt aus der Humanmedizin. Beim Menschen verursachen ähnliche Leserasterverschiebungen in den verwandten Genen DVL1 und DVL3 (außerdem Varianten in ROR2, WNT5A und weiteren Genen) das Robinow-Syndrom. Beim Hund handelt es sich um ein ähnliches Bild, nicht um dieselbe Krankheit – deshalb der Zusatz „like“.
Im Handel taucht die Untersuchung unter mehreren Etiketten auf. Der Test wird zum Beispiel als „Robinow-like-Syndrom (DVL2)“, „Screw tail“ oder „ST-Locus“ angeboten. Ein Labor übersetzt „screw tail“ auf seiner deutschen Seite mit „Keilwirbel“, was in die Irre führt: Keilwirbel sind eine Wirbelform, kein Gentestname. Gemeint ist in allen Fällen dieselbe Variante in DVL2.
Warum nur ein einziger reinerbiger Staffie auftauchte
Bei 135 Trägern unter 714 Hunden würde man nach den Regeln des Hardy-Weinberg-Gleichgewichts – einer Faustformel für zufällig verpaarte Populationen – etwa 6,6 reinerbige Tiere erwarten. Gefunden wurde einer. Die Abweichung war statistisch signifikant (P < 0,015). Die finnischen Autoren nennen zwei denkbare Erklärungen: eine Verzerrung bei der Auswahl der eingeschickten Proben oder das Herausfallen reinerbiger Hunde aus der Population. Welche zutrifft, konnten sie nicht klären.
Für Halter ist diese Lücke wichtiger, als sie aussieht. Über den Phänotyp reinerbiger Staffies ist praktisch nichts bekannt. Von dem einen Hund mit zwei Kopien weiß man aus dem Fragebogen nur, dass die Besitzerin oder der Besitzer eine Knickrute angab; Röntgen- oder CT-Bilder gibt es von ihm in der Studie nicht. Alle detaillierten Messungen zu Schädel, Gaumen und Schwanzwirbeln stammen vom American Staffordshire Terrier. Ob ein reinerbiger Staffie ähnlich aussieht, schwerer oder milder betroffen ist, lässt sich daraus nicht ablesen.
Ebenso offen bleibt, ob Züchter Hunde mit deutlich missgebildeter Rute bereits seit Generationen aus der Zucht nehmen und so die reinerbige Klasse ausdünnen. Das wäre eine Möglichkeit, die zur Beobachtung passt, aber ausdrücklich eine Vermutung und kein Befund.
LenaWenn kaum reinerbige Staffies existieren, ist das Problem doch eigentlich gelöst? Jonas ReuterNicht ganz. Die 135 Träger in Finnland zeigen, dass die Variante weitergegeben wird. Ohne Test bleibt sie unsichtbar, bis zwei Träger zufällig zusammentreffen und rein rechnerisch ein Viertel des Wurfs zwei Kopien erbt.Ein Knick in der Rute ist noch kein DVL2-Befund
Der vielleicht praktischste Befund der Helsinki-Arbeit betrifft die Rute selbst. Ein Staffie ohne jede Kopie der Variante hatte im CT eine kurze, geknickte Rute mit nur elf Schwanzwirbeln. Im Fragebogen meldeten außerdem Halter von fünf Trägern und von acht variantenfreien Staffies Auffälligkeiten an der Rute. Über alle Gruppen hinweg zählten die Autoren zwölf Träger und dreizehn variantenfreie Hunde mit Rutenanomalien. Beim American Staffordshire Terrier fanden sich im CT Fehlbildungen der Schwanzwirbel bei drei von acht Trägern und bei zwei von acht variantenfreien Hunden.
Die Schlussfolgerung des Teams: Andere, noch unbekannte Varianten verursachen ebenfalls Rutenknicke. Auch King Charles Spaniel, bei denen die DVL2-Variante gar nicht vorkam, zeigten Knicke. Für den Alltag bedeutet das zweierlei:
- Ein Staffie mit Knick am Rutenende ist nicht automatisch Träger oder reinerbig. Der Blick auf die Rute ersetzt den Gentest nicht.
- Ein unauffälliges Testergebnis („N/N“) schließt andere Ruten- oder Wirbeldefekte nicht aus. Der Test prüft genau eine Stelle im Erbgut, nicht die Wirbelsäule.
Auch die Abgrenzung zur Schraubenrute der Bulldoggen ist wichtig. Bei reinerbigen American Staffordshire Terriern waren die Ruten in Finnland zwar kürzer, aber die Gesamtzahl der Schwanzwirbel war nicht reduziert (20–21). Die Universität Helsinki beschrieb die Rutenveränderungen dieser Hunde in ihrer Pressemitteilung als weniger ausgeprägt als die typische Schraubenrute von Englischer und Französischer Bulldogge oder Boston Terrier. Bei den Bulldoggen-Rassen fehlen laut der UC-Davis-Arbeit dagegen etwa 8 bis 15 Schwanzwirbel, die übrigen sind missgebildet oder verschmolzen.
Eine deutsche Röntgenstudie an 265 brachyzephalen Hunden (Französische und Englische Bulldoggen, Möpse) fand, dass eine schwere Rutenfehlbildung signifikant mit Fehlbildungen der Wirbelkörper zusammenhing; die Autoren schlugen deshalb vor, eine schwere Rutenfehlbildung als Auswahlkriterium für Zuchthunde zu nutzen. Diese Hunde wurden nicht auf DVL2 typisiert, und Staffies waren nicht dabei. Als Hinweis, dass eine stark verformte Rute ein Anlass für ein Röntgenbild sein kann, taugt der Befund trotzdem.
LenaDann sagt mir die Rute meiner Hündin also gar nichts? Jonas ReuterSie sagt etwas über die Rute, nur nicht über die Ursache. In der finnischen Studie hatten acht variantenfreie Staffies laut Haltern Rutenanomalien. Für die Ursache braucht man den Gentest, für die Wirbelsäule ein Röntgenbild.Was die AmStaff-Daten zeigen – und warum man sie nicht eins zu eins überträgt
Da es für reinerbige Staffies keine Bilddaten gibt, lohnt der Blick auf die nächstverwandte untersuchte Rasse. In Helsinki wurden 19 American Staffordshire Terrier im CT untersucht (acht ohne Variante, acht Träger, drei reinerbig), dazu Röntgenbilder von 23 weiteren. Bei den vier reinerbigen Hunden, deren Rute beurteilbar war, betrug die mittlere Rutenlänge 26 cm gegenüber 33 cm bei Trägern und 34 cm bei variantenfreien Hunden. Alle vier hatten missgebildete Schwanzwirbel – je Hund 1, 8, 10 und 14.
Brust- und Lendenwirbel waren dagegen bei keinem einzigen AmStaff verändert, unabhängig vom Genotyp; ein reinerbiger Hund hatte eine Fehlbildung am Kreuzbein. Das steht im deutlichen Kontrast zu den Bulldoggen-Rassen. Mansour und Kollegen hatten bei reinerbigen Hunden Brustwirbelfehlbildungen bei 45,5 % der Boston Terrier (20 von 44), 92,1 % der Französischen Bulldoggen (47 von 51) und bei allen sieben untersuchten Englischen Bulldoggen gesehen. Die Schwanzwirbel waren in diesen drei Rassen bei reinerbigen Tieren immer betroffen. Die finnischen Autoren folgern, dass die Deletion entweder keine Brustwirbeldefekte verursacht oder deren Durchschlagskraft stärker schwankt als bisher angenommen.
Am Schädel fanden sich Unterschiede, die teilweise schon bei einer Kopie auftraten: Der harte Gaumen war bei reinerbigen Hunden am kürzesten, bei Trägern kürzer als bei variantenfreien Tieren (P = 0,007). Die Länge des weichen Gaumens unterschied sich dagegen nicht. Die Autoren vermuten daraus ein relatives Zuviel an weichem Gaumen und damit ein mögliches zusätzliches Risiko für das brachyzephale Atemnotsyndrom – bei nur drei reinerbigen Hunden ausdrücklich eine Hypothese. Zwei dieser drei hatten ein leichtes Herzgeräusch; ein Zusammenhang mit dem Herzen gilt den Autoren als spekulativ.
Eine zweite Spur kommt aus den USA. Donner und Kollegen verknüpften 2026 Genotypen aus einem kommerziellen Testpanel mit Praxisdaten und fanden die Variante als Risikofaktor für Gaumenspalten: Unter American Staffordshire Terriern und AmStaff-Mischlingen waren 19 von 27 Hunden mit Gaumenspalte reinerbig, aber keiner von 15 Kontrollhunden. Das ist eine Fall-Kontroll-Studie und keine Aussage darüber, wie viele reinerbige Hunde tatsächlich eine Spalte bekommen.
Für den Staffie bleibt festzuhalten: Diese Messungen stammen nicht aus seiner Rasse. Wer sie zitiert, sollte sie als Hinweis auf mögliche Effekte lesen, nicht als gemessenes Bild des Staffordshire Bullterriers. Ebenso falsch wäre es, die kurze Schnauze allein auf DVL2 zurückzuführen; bei den Bulldoggen-Rassen sind auch Varianten in SMOC2 und BMP3 nahezu fixiert, die Kopfform ist mehrgenig.
Eine Rute wie ein Pumpenschwengel: der FCI-Standard Nr. 76
Warum ist der Knick beim Staffie überhaupt Thema, während er bei anderen Rassen zum Erscheinungsbild gehört? Die Antwort steht im Rassestandard. Der FCI-Standard Nr. 76 in der seit 08.09.2026 gültigen Fassung beschreibt die Rute als mittellang, tief angesetzt, spitz zulaufend und eher tief getragen. Wörtlich heißt es: „Should not curl much and may be likened to an old-fashioned pump handle.“ Eine stark gekrümmte Rute widerspricht also dem Zuchtziel. Fehler werden nach dem Standard danach gewichtet, wie stark sie sich auf Gesundheit und Wohlergehen des Hundes auswirken.
Ganz anders der Standard Nr. 101 der Französischen Bulldogge, der eine Knoten- oder Knickrute zulässt. Genau das kritisiert die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz im TVT-Merkblatt Nr. 141 (Stand 12/2023). Dort heißt es, Korkenzieherruten „aufgrund des Robinow-like Syndroms, verursacht durch eine genetische Variante im Gen DVL2“ gingen mit Wirbelsäulenfehlbildungen einher und begünstigten Entzündungen in den Hautfalten. Viele dieser Hunde könnten Anus und Genitale nicht mehr mit der Rute bedecken oder die Rute beim Kotabsatz nicht ausreichend anheben.
Beim Staffie zielt die Zucht also ohnehin auf eine gerade Rute. Der Gentest liefert hier keinen neuen Zuchtzweck, sondern ein Werkzeug, um eine unerwünschte Rutenform aus genetischer Sicht zu vermeiden – allerdings nur den Teil, der auf DVL2 zurückgeht. Entzündete Hautfalten an der Rutenwurzel, Juckreiz oder Geruch sind unabhängig vom Testergebnis ein Fall für die Tierarztpraxis.
Träger im Zuchtbuch: was QUEN Veterinärämtern empfiehlt und was das Gesetz sagt
Rechtsverbindlich sind in Deutschland zwei Normen. § 11b Abs. 1 Nr. 1 TierSchG verbietet das Züchten, wenn züchterische Erkenntnisse erwarten lassen, dass bei Nachkommen erblich bedingt Körperteile für den artgemäßen Gebrauch fehlen, untauglich oder umgestaltet sind und dadurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten. § 10 TierSchHuV verbietet das Ausstellen solcher Hunde. Eine Liste einzelner Gene enthält keine der beiden Vorschriften.
Konkreter wird das QUEN-Merkblatt Nr. 24 „Robinow-Like Syndrom“ (Bearbeitungsstand 03.05.2026) der QUEN gGmbH. Es empfiehlt Veterinärämtern als Anordnung ein Zuchtverbot für die Verpaarung reinerbiger Hunde und Trägertiere miteinander sowie ein Ausstellungsverbot „für alle Tiere mit DVL2-Variante im homozygoten oder heterozygoten Zustand“. Darüber hinaus heißt es dort ausdrücklich: „Zuchtverbot aber auch bei heterozygoten Tieren mit entsprechendem Phänotyp.“ Für eine Hündin mit Rutenknick, die sich im Test als Trägerin erweist, wäre das die einschlägige Empfehlung. Als Belastungskategorie nennt das Merkblatt vorläufig 3 bei reinerbigem Genotyp und/oder Brachyzephalie, 2 bei Heterozygotie ohne weitere Defekte. Kategorie 2 bedeutet nach QUEN: Gezüchtet werden darf nur, wenn das Zuchtziel beinhaltet, dass die Belastung der Nachkommen unter der der Elterntiere liegt.
Entscheidend ist die Einordnung: Das Merkblatt ist eine fachliche Empfehlung an Behörden, kein Gesetz. QUEN weist selbst darauf hin, dass Vereinsvorgaben im Gegensatz zu § 11b TierSchG und § 10 TierSchHuV keine rechtliche Bindungswirkung haben – bindend sind allein die Normen. Ob ein Amt einer Empfehlung folgt, entscheidet es im Einzelfall. Die Formulierung des Merkblatts, Tiere mit der Variante dürften „weder ausgestellt werden noch“ dürfe mit ihnen gezüchtet werden, ist die Rechtsauslegung von QUEN, nicht der Wortlaut des Gesetzes. Für Leserinnen und Leser in der Schweiz verweist das Merkblatt auf Art. 25 Abs. 2/3 TSchV und Art. 9 TSchZV, die ein Zuchtverbot für Tiere der Belastungskategorie 3 vorsehen; diese Schweizer Normen haben wir nicht selbst im Originaltext geprüft.
Interessant ist der Abschnitt, der den Staffie namentlich nennt. Bei Rassen wie American Pitbull Terrier, Staffordshire Bull Terrier oder American Staffordshire Terrier sei der Gentest „evtl. für eine Zuchtplanung von Interesse“ und könne „im Verdachtsfall als erstes milderes Mittel“ eingesetzt werden, um belastendere Untersuchungen wie Röntgen oder CT zu vermeiden. Für die Französische Bulldogge betont dasselbe Merkblatt, dass Wirbelmissbildungen selten direkt Symptome verursachen und dass eine Röntgenselektion auf wenige Keilwirbel kein zuverlässiger Weg sei, das Bandscheibenrisiko zu senken – eine Aussage über eine andere Rasse, die man nicht auf den Staffie übertragen sollte.
LenaDarf ich mit meiner Hündin also nicht mehr auf Ausstellungen, falls sie Trägerin ist? Jonas ReuterDas Gesetz nennt keine Gene. QUEN empfiehlt Ämtern in Merkblatt Nr. 24 ein Ausstellungsverbot auch für Träger, rechtlich bindend sind aber nur § 11b TierSchG und § 10 TierSchHuV. Wie Ihr Amt das sieht, ist eine Einzelfallfrage.Was die GBF-Zuchtordnung verlangt – und was in ihrer Liste fehlt
Der mitgliederstärkste VDH-Verein für den Staffordshire Bullterrier ist laut VDH die Gesellschaft der Bullterrier-Freunde (GBF), die auch American Staffordshire Terrier, Bullterrier und Miniatur Bullterrier betreut. Ihre Zuchtordnung (Neufassung Mai 2024, Stand März 2026) verlangt für Staffies vor der Zuchtzulassung: HD/ED-Röntgen ab zwölf Monaten, eine Augenuntersuchung durch DOK-Tierärzte, eine Audiometrie bei weißen oder weiß gezeichneten Hunden, eine Widerristhöhe von höchstens 42,5 cm und Gentests auf L-2-HGA und HC, wobei Träger nicht mit Trägern verpaart werden dürfen.
DVL2 kommt in dieser Liste nicht vor, ebenso wenig ein Röntgen der Wirbelsäule oder der Rute; das Dokument enthält die Begriffe überhaupt nicht. Allgemein schließt die Ordnung Hunde aus, die „anatomisch erheblich vom Rassestandard abweichen“. Auch der österreichische Leitfaden zur Beurteilung von Qualzuchtmerkmalen (Überarbeitung 07/2023) nennt beim Staffie Patella, L2-HGA und HC, aber kein DVL2. Wer den Test machen lässt, tut das also freiwillig.
Ein deutsches Spezifikum macht diese Freiwilligkeit bedeutsamer. Nach § 2 Abs. 1 HundVerbrEinfG dürfen Staffordshire-Bullterrier nicht nach Deutschland eingeführt oder verbracht werden. Die Ausnahmen regelt nicht das Gesetz selbst, sondern § 2 der Hundeverbringungs- und -einfuhrverordnung (HundVerbrEinfVO), unter anderem für Dienst- und Assistenzhunde, die Rückkehr nach einem vorübergehenden Auslandsaufenthalt und Hunde, die mit einer nicht in Deutschland wohnenden Begleitperson höchstens vier Wochen bleiben. Daraus folgt – das ist unsere Schlussfolgerung, nicht Gesetzestext –, dass Zuchtpartner und Welpen aus dem Ausland in der Praxis kaum verfügbar sind und die deutsche Zucht weitgehend aus dem vorhandenen Bestand schöpft.
Dieser Bestand ist klein und schrumpft. Die VDH-Welpenstatistik verzeichnete für den Staffordshire Bull Terrier 2025 noch 180 Welpen, nach 347 im Jahr 2020. In einem so engen Pool lassen sich Träger nicht einfach durch Partner von außen „verdünnen“. Hier liegt der eigentliche Nutzen des Tests: Er macht sichtbar, welche Verpaarungen Welpen mit zwei Kopien hervorbringen könnten. Ob ein Träger überhaupt weiter eingesetzt werden kann, hängt nach dem QUEN-Merkblatt davon ab, ob er selbst unauffällig ist – bei entsprechendem Phänotyp empfiehlt es auch für heterozygote Tiere ein Zuchtverbot, und ob ein Amt dieser Empfehlung folgt, ist eine Einzelfallentscheidung.
| Verpaarung | Welpen ohne Variante | Träger (eine Kopie) | Zwei Kopien |
|---|---|---|---|
| frei × frei | 100 % | 0 % | 0 % |
| frei × Träger | 50 % | 50 % | 0 % |
| Träger × Träger | 25 % | 50 % | 25 % |
Die Prozentwerte sind Erwartungswerte nach den Mendel-Regeln für einen rezessiven Erbgang, keine Garantie für den einzelnen Wurf.
Gentest bestellen: LABOKLIN 8747, Genomia und kein Staffie-Paket
In Deutschland ist die Bestellung über das Labor in Bad Kissingen am einfachsten. Laut dem LABOGEN-Preiskatalog Juli 2026 kostet Test 8747 „Robinow-like-Syndrom (DVL2)“ 63,00 € für Besitzer und 48,00 € für Züchter mit Mitgliedsbescheinigung eines Zuchtverbands, jeweils inklusive 19 % MwSt.; die Bearbeitung dauert 7–14 Werktage. Untersucht wird per Sequenzierung, als Erbgang gibt das Labor „autosomal-rezessiv mit variabler Penetranz“ an. In Österreich kostet derselbe Test 63,53 € bzw. 48,41 € (inkl. 20 % MwSt.), in der Schweiz 64,15 bzw. 48,90 CHF ohne MwSt.
Ein Detail aus dem Katalog: Für den Staffordshire Bull Terrier gibt es kein Rassepaket, und das Paket für den American Staffordshire Terrier (8832) enthält DVL2 nicht. Das Paket Bulldogge (8694) und das Paket Continental Bulldog (8923) schließen den Test ein, das Paket Französische Bulldogge (8285) dagegen nicht – folgerichtig, denn bei einer fixierten Rasse würde er bei jedem Hund dasselbe Ergebnis liefern. Staffie-Halter bestellen den Einzeltest.
Als Alternative führt das tschechische Labor Genomia den Test „Screw tail“ für 59,00 € inklusive MwSt. bei Auswahl eines EU-Landes, mit üblicherweise 12 Arbeitstagen Bearbeitungszeit. Genomia beschreibt die Variante ebenfalls als c.2044delC und weist darauf hin, dass die geringelte Rute des Mopses keine Schraubenrute im genetischen Sinn ist. Das passt zur UC-Davis-Arbeit, in der alle 29 untersuchten Möpse variantenfrei waren. Das große DogCheck-Paket von FERAGEN listet DVL2 auf seiner Übersichtsseite nicht; ob es dort einen separat bestellbaren Einzeltest gibt, konnten wir nicht bestätigen.
Welche Probenart angenommen wird, steht im Einsendeformular des jeweiligen Labors; die Probe nimmt in der Regel die Tierarztpraxis. Die GBF verweist für ihre Pflichttests L-2-HGA und HC auf Genomia, seit das britische Animal Health Trust am 31.07.2020 geschlossen wurde – Genomia hat also beide Pflichttests und den DVL2-Test im Programm. Gelesen wird der Befund immer gleich: frei, eine Kopie (Träger) oder zwei Kopien, auch wenn die Kürzel je nach Labor anders aussehen.
Wenn der Hund hinten unsicher läuft: Praxis, Klinik und Police
Ein Gentestergebnis ist keine Diagnose. Aus Studien an Bulldoggen und Möpsen ist bekannt, dass Wirbelfehlbildungen auf Röntgen- oder CT-Bildern sehr häufig sind und meist keine Beschwerden verursachen. Eine Übersichtsarbeit von De Decker und Kollegen (2024) stellt fest, dass die klinische Bedeutung vieler solcher Befunde bei neurologisch unauffälligen Hunden fraglich ist, während schwere Kyphosen beim Mops häufiger mit neurologischen Zeichen einhergehen. Für Staffies fehlen vergleichbare Daten ganz.
Warnzeichen, die unabhängig vom Testergebnis sofort tierärztlich abgeklärt werden sollten: schwankender oder unsicherer Gang der Hinterbeine, plötzliche Schwäche oder Lähmung, unkontrollierter Harn- oder Kotabsatz, Schmerzen beim Anheben oder Berühren des Rückens. Die erste Station ist die Haustierarztpraxis mit einer klinisch-neurologischen Untersuchung. Sie überweist bei Bedarf an eine Klinik mit Bildgebung. An der Kleintierklinik der LMU München etwa lässt sich kein „reiner MRT-Termin“ buchen; zuerst ist ein Fachbereich zuständig, bei Lähmungen die Neurologie, die ohne Termin, aber mit Notdienstgebühr aufgesucht werden kann. Die Neurologie der Klinik für Kleintiere an der TiHo Hannover nennt eine Abklärung in Narkose (MRT, CT, Liquor) „meist schon am Folgetag“ und bietet wochentags von 8 bis 16 Uhr eine offene Notfallsprechstunde.
Zur Kostenorientierung nennt die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) als einfachen Satz 26,53 € für die erste und zweite Röntgenaufnahme, 25,65 € für die klinische neurologische Untersuchung und 700,00 € für ein MRT; abgerechnet wird je nach Aufwand zum ein- bis dreifachen Satz, im Notdienst zum zwei- bis vierfachen. Alle Sätze verstehen sich zuzüglich Umsatzsteuer, und im Notdienst kommt nach § 4 GOT eine Notdienstgebühr von 50 € hinzu.
Bei der Tierkrankenversicherung zählt vor allem der Zeitpunkt. Die AGILA-Bedingungen (Stand 15.07.2026) nehmen Hunde mit Anzeichen oder Symptomen einer rassespezifischen Erkrankung grundsätzlich nicht auf und schließen bei Vertragsbeginn bekannte oder erkennbare Vorerkrankungen „inkl. angeborenen Defekten“ samt Folgekosten aus. Der HanseMerkur-Tarif Premium deckelt bestimmte Diagnosen – darunter „Palatoschisis (angeborene Gaumenspalte)“ und „Brachycephales Syndrom (Kurzköpfigkeit)“ – auf insgesamt 5.000 EUR nach zwölf Monaten Wartezeit; Wirbelmissbildungen stehen nicht in dieser Liste. Daraus lässt sich aber keine volle Deckung ableiten, denn auch dort gilt die Leistung nur, wenn erste Symptome oder die Diagnose nach Versicherungsbeginn auftreten. Ob ein Trägerbefund im Antrag anzugeben ist, regelt die jeweilige Gesundheitsfrage des Versicherers – im Zweifel vor Abschluss schriftlich nachfragen.
Häufige Fragen
Q. Mein Staffie ist Träger (eine Kopie). Ist er krank?
In der UC-Davis-Analyse hatte kein Träger Brust- oder Schwanzwirbeldefekte; in Helsinki traten Schwanzwirbelfehlbildungen bei AmStaff-Trägern ähnlich oft auf wie bei variantenfreien Hunden. Beim AmStaff war ein kürzerer harter Gaumen schon bei einer Kopie messbar, beim Staffie selbst wurde das nicht untersucht. Ein Trägerbefund ist eine Information für die Verpaarung, keine Diagnose. Beschwerden klärt die Tierärztin oder der Tierarzt.
Q. Sind 18,9 % Träger dasselbe wie eine Allelfrequenz von 18,9 %?
Nein. 18,9 % ist der Anteil der Hunde mit einer Kopie in der finnischen Stichprobe. Der Anteil veränderter Genkopien liegt rechnerisch bei rund 9,6 %. Für Deutschland gibt es keine veröffentlichte Zahl.
Q. Unser Hund hat eine Knickrute, der Test ist aber N/N. Hat sich das Labor geirrt?
Nicht unbedingt. In der Helsinki-Studie hatten auch variantenfreie Staffies Rutenanomalien, darunter ein Hund mit nur elf Schwanzwirbeln im CT. Andere, noch unbekannte Ursachen sind wahrscheinlich. Ob die Wirbelsäule betroffen ist, zeigt nur ein Röntgenbild.
Q. Darf ich zwei Träger miteinander verpaaren?
Die GBF-Zuchtordnung regelt DVL2 nicht. Rechnerisch hätte ein Viertel der Welpen zwei Kopien. QUEN empfiehlt Veterinärämtern in Merkblatt Nr. 24 ein Zuchtverbot für Träger × Träger und zusätzlich für heterozygote Tiere mit entsprechendem Phänotyp; das ist eine Empfehlung, kein Gesetz, verbindlich ist § 11b TierSchG.
Q. Ersetzt der DVL2-Test ein Röntgenbild der Wirbelsäule?
Nein. Er prüft eine einzige Stelle im Erbgut. Wirbelfehlbildungen anderer Ursache erkennt er nicht, und ob ein Hund mit Variante tatsächlich Wirbeldefekte hat, zeigt nur die Bildgebung.
Q. Mein Hund läuft plötzlich wackelig auf den Hinterbeinen. Soll ich erst den Gentest machen?
Nein. Gangstörungen, Lähmungen oder Probleme beim Harn- und Kotabsatz gehören sofort in eine Tierarztpraxis oder Klinik. Der Gentest beantwortet keine akute Frage; Diagnose und Behandlung liegen beim Tierarzt.
Literatur und Quellen
- Niskanen JE, Reunanen V, Salonen M, Bannasch D, Lappalainen AK, Lohi H, Hytonen MK (2021). Canine DVL2 variant contributes to brachycephalic phenotype and caudal vertebral anomalies. Hum Genet 140(11):1535-1545.
- Mansour TA, Lucot K, Konopelski SE, Dickinson PJ, Sturges BK, Vernau KL, Choi S, Stern JA, Thomasy SM, Doring S, Verstraete FJM, Johnson EG, York D, Rebhun RB, Ho HYH, Brown CT, Bannasch DL (2018). Whole genome variant association across 100 dogs identifies a frame shift mutation in DISHEVELLED 2 which contributes to Robinow-like syndrome in Bulldogs and related screw tail dog breeds. PLoS Genet 14(12):e1007850.
- Donner J, Hytonen M, Freyer J, Lohi H, Foran RC, Forman OP (2026). Association of the Disheveled 2 (DVL2) gene c.2044delC variant with increased risk of canine cleft palate. Anim Genet 57(3):e70101.
- Lackmann F, Forterre F, Brunnberg L, Loderstedt S (2022). Epidemiological study of congenital malformations of the vertebral column in French bulldogs, English bulldogs and pugs. Vet Rec 190(1):e509.
- De Decker S, Rohdin C, Gutierrez-Quintana R (2024). Vertebral and spinal malformations in small brachycephalic dog breeds: current knowledge and remaining questions. Vet J 304:106095.
- OMIA 002186-9615: Screw tail in Canis lupus familiaris (dog). Online Mendelian Inheritance in Animals, University of Sydney.
- University of Helsinki (2021-02). Researchers discover new features of a gene defect that affects the length of the muzzle and caudal vertebrae in dogs. Press release.
- QUEN gGmbH: Merkblatt Nr. 24 Robinow-Like Syndrom (Bearbeitungsstand 03.05.2026). Abgerufen 2026-10-18.
- Gesellschaft der Bullterrier-Freunde e.V.: Zuchtordnung (Neufassung Mai 2024, Stand März 2026). Abgerufen 2026-10-18.
- LABOKLIN: Robinow-like-Syndrom (DVL2), Leistung 8747. Abgerufen 2026-10-18.
So lassen Sie Ihr Tier testen
Manche Tier-DNA-Tests prüfen den Trägerstatus erblicher Erkrankungen oder genetische Risikomarker, aber die Ergebnisse sind Information, keine Diagnose. Bei Symptomen oder wenn eine gesicherte Diagnose nötig ist, wenden Sie sich bitte an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.
Nachfolgend – nach Wohnort gruppiert –, wo sich Schraubenrute / Robinow-like-Syndrom (DVL2) testen lässt, samt Angabe, ob der Dienst diese Variante ausdrücklich listet (✅ = gelistet / ❓ = unbestätigt / ❌ = nicht angeboten).
Innerhalb der EU / in Deutschland
Außerhalb der EU
Hinweis: Auch wenn das Kit international gekauft/versandt werden kann, ist die Dienstleistung selbst (Probenrücksendung, Analyse, Ergebnisse) in Ihrem Land nicht garantiert. Prüfen Sie vor der Bestellung das angegebene Servicegebiet und den Rückversand jedes Anbieters.
In anderen Regionen angebotene Dienste (in Ihrer Region ggf. nicht verfügbar)
Sorgen um die Gesundheit Ihres Tieres? — Sprechen Sie mit einer Tierärztin/einem Tierarzt
Eine gesicherte Diagnose und jede Behandlung sind Sache der Tierärztin/des Tierarztes, nicht eines Testkits.
Bundestierärztekammer — Tierarztsuche
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