Nova Scotia Duck Tolling Retriever und Collie Eye Anomaly (CEA): Was der NHEJ1-Gentest wirklich zeigt

Nova Scotia Duck Tolling Retriever Deutsch

LenaLenaUnser Toller-Züchter erwähnte einen CEA-Gentest, bevor wir überhaupt einen Welpen aussuchen.
Jonas ReuterJonas ReuterGut, dass Sie fragen. Collie Eye Anomaly kommt beim Nova Scotia Duck Tolling Retriever tatsächlich vor – die Geschichte dahinter ist aber komplizierter als bei der namensgebenden Rasse.
LenaLenaKomplizierter wie? Ein Gentest ist doch entweder positiv oder negativ.
Jonas ReuterJonas ReuterNicht ganz. Eine UC-Davis-Studie von 2018 fand beim Toller Fälle, in denen der Gentest und der tatsächliche Augenbefund nicht zusammenpassten.
LenaLenaWie schützt man die Augen des Hundes dann überhaupt zuverlässig?
Jonas ReuterJonas ReuterMit einer Kombination: DNA-Test, eine frühe augenfachärztliche Untersuchung und das Wissen, was Zuchtverbände in Kanada und Deutschland tatsächlich verlangen.
LenaLenaUnd wo lässt sich das in Deutschland überhaupt testen?
Jonas ReuterJonas ReuterGenau das schauen wir uns gleich an, inklusive Kosten und was die Tierkrankenversicherung damit zu tun hat.

Fazit: Beim Nova Scotia Duck Tolling Retriever (Toller) geht die Augenerkrankung Collie Eye Anomaly (CEA) auf dieselbe 7.799-bp-Deletion im NHEJ1-Gen zurück, die 2007 rassenübergreifend beschrieben wurde (Parker et al., Genome Research). Eine Besonderheit der Rasse: Eine UC-Davis-Studie von 2018 fand bei Tollern mit Sehnervenkopf-Kolobom nur bei 3 von 7 Hunden eine Übereinstimmung mit dem NHEJ1-Befund – der DNA-Test allein kann das Kolobom-Risiko beim Toller also nicht vollständig vorhersagen. Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche oder augenfachärztliche Untersuchung.

Der Nova Scotia Duck Tolling Retriever – meist kurz “Toller” genannt – wurde im 19. Jahrhundert im Gebiet um Little River Harbour in Yarmouth County, Nova Scotia (Kanada), von akadischen Siedlergemeinschaften aus Retriever-, Spaniel- und Setter-Linien entwickelt. Seinen Namen verdankt er der namensgebenden Jagdtechnik “Tolling”: Der Hund spielt am Wasserrand mit Bällen oder Stöcken, seine auffällige Bewegung und die weißen Abzeichen im Fell wecken die Neugier von Enten und Gänsen, die sich dem Hund nähern – bis der Jäger die Vögel auffliegen lässt. 1945 wurde die Rasse beim Canadian Kennel Club als reinrassig registriert, 1995 zum offiziellen Provinzhund von Nova Scotia erklärt. Laut Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) gilt der Toller als kleinster Vertreter der Retrieverrassen, ist überaus lernwillig, aber Fremden gegenüber reserviert und für seine eigentümliche, schrille Lautäußerung (“Toller Scream”) bekannt.

Die weltweite Zuchtpopulation ist zugleich vergleichsweise klein und genetisch eng verwandt: Eine Untersuchung nahezu der gesamten internationalen Registrierungshistorie der Rasse fand einen mittleren Inzuchtkoeffizienten von 0,26 und schätzte, dass bereits ein erheblicher Teil der ursprünglichen genetischen Vielfalt der Gründerpopulation verloren gegangen ist (Mäki 2010). In einer genetisch derart konzentrierten Rasse gewinnt die sorgfältige Beobachtung erblicher Erkrankungen zusätzliches Gewicht – und Collie Eye Anomaly (CEA), verursacht durch eine Deletion im NHEJ1-Gen, gehört seit der ursprünglichen Entdeckung der Mutation 2007 zu den am besten dokumentierten Themen beim Toller. Dieser Artikel ordnet ein, was die Forschung tatsächlich zeigt, welche rassespezifische Einschränkung unbedingt zu beachten ist, wie sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz testen lässt, was Zuchtverbände verlangen und was Halterinnen und Halter praktisch tun können.

Das NHEJ1-Gen und wie CEA/CH das Auge betrifft

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NHEJ1 (Nonhomologous End-Joining Factor 1) liegt auf dem Hundechromosom CFA37. Die mit CEA assoziierte Variante ist keine Veränderung in einem kodierenden Exon, sondern eine 7.799 Basenpaare umfassende Deletion in Intron 4 des Gens, die autosomal-rezessiv vererbt wird: Ein Hund benötigt zwei Kopien, um genetisch betroffen zu sein (OMIA:000218-9615). Da die Deletion in einem nicht-kodierenden Bereich liegt, vermuten Forscher, dass sie die reguläre Genregulation während der Augenentwicklung stört, statt die Funktion des NHEJ1-Proteins vollständig auszuschalten.

Die namensgebende Läsion ist die choroidale Hypoplasie (CH) – eine Unterentwicklung der Aderhaut (Choroidea), jener gefäßreichen Schicht unter der Netzhaut, die diese mit Nährstoffen versorgt. Bei der augenfachärztlichen Fundusuntersuchung zeigt sich das typischerweise als blasser, dünner Fleck. Bei stärker betroffenen Hunden kann sich die Fehlbildung bis zum Kolobom (einer Vertiefung oder einem Gewebedefekt am Sehnervenkopf, der Aderhaut oder der Lederhaut) ausweiten und in schweren Fällen zu Netzhautablösung oder intraokularer Blutung mit Sehbeeinträchtigung führen.

Entdeckungsgeschichte: Parker 2007 und die Toller-spezifische Einschränkung

Die ursächliche Deletion wurde 2007 von einer Arbeitsgruppe um Heidi G. Parker in der Studie “Breed relationships facilitate fine-mapping studies: a 7.8-kb deletion cosegregates with Collie eye anomaly across multiple dog breeds” (Genome Research, Band 17, Ausgabe 11, S. 1562–1571) identifiziert. Die Autoren nutzten die verwandtschaftliche Nähe von Collie, Shetland Sheepdog, Border Collie und Australian Shepherd zur Feinkartierung der Mutation und testeten zusätzlich betroffene Hunde weiterer Rassen. Dabei fand sich dieselbe Deletion homozygot sowohl bei betroffenen Boykin Spaniels als auch bei betroffenen Nova Scotia Duck Tolling Retrievern – die ursprüngliche Evidenzgrundlage für die Rolle von NHEJ1 in dieser Rasse.

Ein Jahrzehnt später wurde dieses Bild deutlich komplizierter. Brown, Thomasy und Kolleg:innen von der University of California, Davis veröffentlichten 2018 in Veterinary Ophthalmology (Band 21, Ausgabe 2, S. 144–150) die Studie “Genetic analysis of optic nerve head coloboma in the Nova Scotia Duck Tolling Retriever identifies discordance with the NHEJ1 intronic deletion”. Von sieben untersuchten Tollern mit Sehnervenkopf-Kolobom waren nur drei homozygot für die NHEJ1-Deletion – bei den übrigen vier Hunden erklärte die bekannte Deletion das Kolobom also nicht. Die Autoren folgerten, dass sich allein aus dem NHEJ1-Test kein verlässlicher Rückschluss auf ein Kolobom-Risiko beim Toller ziehen lässt, und empfahlen, den Gentest bei Zuchtentscheidungen mit einer augenfachärztlichen Welpenuntersuchung zu kombinieren. Das ist die wichtigste Einschränkung dieses gesamten Artikels: Der NHEJ1-DNA-Test kann CEA/Kolobom beim Toller nicht vollständig vorhersagen oder erklären, wie er es bei manchen anderen Rassen näherungsweise kann. Passend dazu weist der Nova Scotia Duck Tolling Retriever Club of Canada (NSDTRCC, toller.ca) darauf hin, dass Collies typischerweise entweder CEA allein oder CEA in Kombination mit Kolobom zeigen – der Toller dagegen kann CEA allein, CEA plus Kolobom oder ein Kolobom ganz ohne begleitende CEA entwickeln. Laut derselben Quelle arbeitet ein Forschungsteam der University of Pennsylvania (Sylvia M. Van Sloun Laboratory for Canine Genomic Analysis) derzeit an der Identifikation weiterer ursächlicher Genvarianten – ein Hinweis darauf, dass die Genetik hinter dem Toller-Kolobom noch nicht vollständig verstanden ist.

LenaLenaWenn mein Toller N/N getestet wird, sind seine Augen dann automatisch gesund?
Jonas ReuterJonas ReuterNicht zwangsläufig – genau deshalb ist die Studie von Brown und Thomasy so wichtig: Ein klares oder betroffenes NHEJ1-Ergebnis ist beim Toller nicht das letzte Wort, die augenfachärztliche Kontrolle bleibt nötig.

Symptome, Schweregrad-Spektrum und das “Go-Normal”-Phänomen

CEA/CH umfasst ein breites Spektrum. Die milde choroidale Hypoplasie ist die häufigste Ausprägung, verursacht in der Regel keine erkennbare Sehbeeinträchtigung und ist nicht fortschreitend. Im mittleren Bereich des Spektrums stehen Netzhautfalten, die bei Welpen häufig sind und sich oft von selbst zurückbilden, sowie Kolobome, deren Auswirkung von Größe und Lage abhängt. Am schweren Ende des Spektrums kann eine Netzhautablösung – mitunter begleitet von intraokularer Blutung – zu teilweiser oder vollständiger Erblindung führen, wobei dies eher selten vorkommt.

Weil sich das Pigment im Augenhintergrund in den ersten Lebenswochen und -monaten weiterentwickelt, kann eine milde choroidale Hypoplasie, die bei einem sehr jungen Welpen noch klar erkennbar war, später optisch verdeckt werden – das sogenannte “Go-Normal”-Phänomen. Die zugrunde liegende Genetik und der ursprüngliche Augenbefund ändern sich dabei nicht, nur was eine spätere Untersuchung noch nachweisen kann. Deshalb gilt eine augenfachärztliche Untersuchung im Alter von etwa sechs bis acht Wochen als das verlässlichste Zeitfenster für eine Erstdiagnose; manche Rasseverbände empfehlen zusätzlich eine Kontrolluntersuchung im Erwachsenenalter (ab etwa sechs Monaten), um Befunde zu erfassen, die zuvor eventuell noch nicht sichtbar waren.

Testmöglichkeiten in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Deutschland

In Deutschland bietet das auf Tiergenetik spezialisierte Labor LABOKLIN (Bad Kissingen) einen direkten CEA-Gentest an (Service-ID 8304, TaqMan-SNP-Verfahren), Ergebnis nach Angaben des Labors innerhalb von drei bis fünf Werktagen nach Probeneingang. Der Nova Scotia Duck Tolling Retriever steht ausdrücklich auf der offiziellen LABOKLIN-Rasseliste für diesen Test, gemeinsam mit unter anderem Border Collie, Collie, Sheltie, Hokkaido und Lancashire Heeler. Die Probe – ein Wangenschleimhautabstrich oder EDTA-Blut – lässt sich unkompliziert über jede Tierarztpraxis einsenden. Laut dem LABOKLIN-Preiskatalog Genetik Deutschland (Stand Januar 2026) kostet der CEA-Einzeltest (Service-ID 8304) 62,00 € zum Halterpreis bzw. 48,00 € zum Züchterpreis. Die Abrechnung läuft bei LABOKLIN klassisch per Rechnung über die einsendende Tierarztpraxis, laut den allgemeinen Geschäftsbedingungen des Labors fällig innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung; Züchterinnen und Züchter erhalten bei Einsendung über ein Vereins- bzw. Zuchtverbandsformular häufig automatisch den reduzierten Züchterpreis statt des Halterpreises.

Österreich

In Österreich bietet das auf Tiergenetik spezialisierte Labor FERAGEN GmbH (Salzburg) einen eigenen CEA-Gentest für Hunde direkt über den hauseigenen Online-Shop an, zum öffentlich ausgewiesenen Preis von 49,00 € pro Tier, zahlbar per Kreditkarte, PayPal oder weiteren gängigen Online-Zahlarten direkt im Bestellvorgang – ohne den in Deutschland üblichen Umweg über eine Tierarztrechnung. FERAGEN führt den Nova Scotia Duck Tolling Retriever ausdrücklich auf der Rasseliste des CEA-Tests. Bei der Tierkrankenversicherung unterscheidet sich der österreichische Markt strukturell kaum vom deutschen: Auch dort führen Anbieter Wartezeiten und Ausschlüsse für angeborene bzw. erblich bedingte Befunde; krankenversichern.at nennt für Hundekrankenversicherungen Monatsprämien ab rund 35 € bis etwa 80 €, je nach Tarif und Leistungsumfang (Vergleich u. a. DFV, Helvetia Petcare, AGILA).

Schweiz

In der Schweiz führt LABOKLIN über seine Schweizer Zweigstelle (laboklin.ch) ebenfalls Einzelgentests auf Erbkrankheiten durch; laut dem offiziellen Schweizer Genetik-Preiskatalog des Labors liegt der Preis für einen CEA-Einzeltest bei CHF 63.15 zum Halterpreis beziehungsweise CHF 48.90 zum Züchterpreis. Der reduzierte Aufpreis von CHF 20.40 gilt laut demselben Preiskatalog ausdrücklich nicht für zusätzliche Erbkrankheiten, sondern ausschließlich für jedes weitere Farb-, Haarlängen- oder Haarstruktur-Merkmal, wenn dieses im selben Auftrag mitbestellt wird. Alternativ steht auch Schweizer Haltern der Versand an Generatio (Deutschland) oder direkt an LABOKLIN Bad Kissingen offen. Bei der Tierkrankenversicherung ist die Schweiz ein Sonderfall gegenüber Deutschland und Österreich: Animalia (auf Heimtiere spezialisiert) wirbt mit einer unbegrenzten Versicherungssumme; die Abrechnung erfolgt über das Kundenportal per Rückerstattung auf das eigene Konto. Daneben ist auch Helvetia in der Schweiz mit einer eigenen Hundekrankenversicherung aktiv. Wie in Deutschland gilt eine angeborene, bei Vertragsabschluss bereits bekannte Fehlentwicklung regelmäßig als Vorerkrankung mit entsprechenden Einschränkungen.

Für Halter in allen drei Ländern gilt zudem: Alternativ steht der internationale Versand offen, etwa an die Orthopedic Foundation for Animals (OFA) in Verbindung mit der University of Missouri oder an das UC Davis Veterinary Genetics Laboratory (VGL), das den Toller ebenfalls ausdrücklich in seiner Rasseliste für den CEA-Test führt – ein Weg, der sich besonders für Halter eines aus Nordamerika importierten Tollers anbietet, wenn eine internationale Verlaufsdokumentation bereits vorliegt.

Zuchtvoraussetzungen und Verbandsvorgaben

Deutschland

In Deutschland verwaltet nicht ein eigener Toller-Rasseklub, sondern der Deutsche Retriever Club e.V. (DRC) die Zuchtzulassung für den Nova Scotia Duck Tolling Retriever als eine von mehreren Retrieverrassen. Laut der rassespezifischen DRC-Zuchtordnung für den NSDTR (Fassung vom 12. März 2026, § 3) müssen Zuchttiere unter anderem Röntgenuntersuchungen von Hüfte (HD) und Ellbogen (ED), eine augenfachärztliche Untersuchung auf PRA, totale Retinadysplasie und bestimmte Katarakt-Formen sowie ein molekulargenetisches Testergebnis für prcd-PRA vorweisen; bei jeder Verpaarung muss zudem mindestens ein Elternteil die genetische Freiheit von Degenerative Encephalopathy (DE) und Juvenile Addison Disease (JADD) nachweisen. Ein CEA/NHEJ1-Gentest ist in dieser Zuchtordnung nicht als Voraussetzung gelistet – anders als beim ÖRC in Österreich (siehe unten) erfolgt der Zuchtausschluss beim DRC-Toller also nicht über einen CEA-Gentest, sondern ausschließlich über die genannten anderen Kriterien. Seit dem 01.01.2011 lässt der DRC von Zuchttieren mehrerer Retrieverrassen zur Erstellung eines DNA-Profils Blutproben einlagern; als Partnerlabor dafür ist laut derselben Zuchtordnung (§ 3 Abs. 9a) seit 2025 die Certagen GmbH (VHL Genetics) beauftragt.

Österreich

Zuständig ist der Österreichische RetrieverClub (ÖRC), der unter dem Dach des Österreichischen Kynologenverbands (ÖKV) und nach den internationalen FCI-Zucht- und Registrierungsbestimmungen arbeitet. Nach der ÖRC-Zucht- und Eintragungsbestimmungen (ZEO, Fassung ab 01.03.2026, § 23.6.7 „Gentests”) müssen beide Elterntiere einer Verpaarung einen Gentest auf prcd-PRA beibringen, wobei zumindest ein Elterntier den Befund „frei” bzw. „nach Erbgang frei” aufweisen muss. Zusätzlich schreibt § 23.6.7 lit. b ausdrücklich vor: Zumindest ein Elterntier muss einen Gentest auf CEA beibringen, der den Befund „frei” bzw. „nach Erbgang frei” aufweist. Ein CEA-Gentest ist beim ÖRC also sehr wohl eine Zuchtvoraussetzung. Die augenfachärztliche Untersuchung (§ 23.6.3) darf laut ZEO ausschließlich von Mitgliedern des ECVO (European College of Veterinary Ophthalmologists) durchgeführt werden; ein Befund „frei” ist 24 Monate gültig, ein Befund mit „Auflage” 12 Monate.

Schweiz

Zuständig ist der Retriever Club Schweiz (RCS) unter dem Dach der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG). Laut einem Merkblatt der SKG-Arbeitsgruppe AKZVT ist seit dem 1. Juli 2024 die Hinterlegung eines DNA-Profils (nach ISAG-2006- oder ISAG-2020-Standard) bei der SKG-Stammbuchverwaltung für alle Zuchttiere obligatorisch; diese Pflicht ist im SKG-Merkblatt geregelt, nicht im RCS-Zucht- und Körreglement selbst. Das RCS-Reglement (Art. 4.3.3) verlangt zusätzlich ein augenfachärztliches Attest von einem vom RCS anerkannten Spezialisten, das zum Zeitpunkt der Zuchtzulassung nicht älter als 24 Monate sein darf. Einen eigenen CEA/NHEJ1-Gentest verlangt das RCS-Reglement für den Toller nicht: Laut Art. 4.3.6 lit. b muss stattdessen mindestens ein Paarungspartner ein prcd-PRA-DNA-Ergebnis „normal/clear” von einem RCS-anerkannten Labor vorweisen. Das RCS-Reglement listet zudem eine sterile eitrige Meningitis-Arteriitis (SRMA) beim Toller als eigenen Zuchtausschlussgrund; eine norwegische Kohortenstudie fand bei Tollern eine familiäre Häufung dieser aseptischen Meningitis (Anfinsen et al. 2008).

Ein internationaler Referenzstandard kommt aus dem Ursprungsland der Rasse: Der Nova Scotia Duck Tolling Retriever Club of Canada (NSDTRCC) verlangt in seinem Code of Ethics für Zuchttiere eine Hüftgelenks-Freigabe durch eine anerkannte Stelle (OFA, OVC oder PennHIP) sowie eine augenfachärztliche Freigabe vor der Zucht, die idealerweise jährlich, spätestens aber alle 18 Monate erneuert werden soll. Sofern sich der Status nicht bereits eindeutig aus dem Stammbaum ergibt, verlangt der Klub außerdem DNA-Ergebnisse für PRA/prcd und CEA von einem anerkannten Labor. Die US-amerikanische Schwesterorganisation NSDTRC-USA nimmt im Rahmen des AKC-Programms Canine Health Information Center (CHIC) teil; dort verlangt werden eine Hüftauswertung, eine Augenuntersuchung durch einen ACVO-zertifizierten Ophthalmologen und ein PRA-Testergebnis. Der CEA-DNA-Test wird auf der NSDTRC-USA-Seite als verfügbarer Test gelistet, ist aber keine CHIC-Pflichtvoraussetzung. Die oben genannte frühe augenfachärztliche Untersuchung im Alter von sechs bis acht Wochen ist als allgemeine klinische Empfehlung zu verstehen, nicht als NSDTRC-USA-spezifische Vorgabe.

Zur Trägerrate von CEA beim Toller kursieren unterschiedliche Zahlen, je nach Quelle und Erhebungszeitraum: Ein älteres NSDTRC-USA-Archivdokument nennt eine Trägerrate von rund 5 % und eine Betroffenenrate von 0,5 %, während eine neuere Zusammenfassung derselben Organisation eine Trägerrate von 10–15 % angibt. Da sich die zugrunde liegenden Erhebungen und deren Zeitpunkt nicht eindeutig zuordnen lassen, sollte keine der beiden Zahlen als feststehender aktueller Wert behandelt werden – für eine verlässliche aktuelle Einschätzung empfiehlt sich die direkte Rückfrage bei den Zuchtverbänden.

LenaLenaIst ein CEA-Gentest beim DRC also Pflicht oder nicht?
Jonas ReuterJonas ReuterNein – die DRC-Zuchtordnung für den Toller verlangt PRA-, DE- und JADD-Tests, aber keinen eigenen CEA-Test.

Rechtlicher Rahmen im deutschsprachigen Raum

Neben den privatrechtlichen Vorgaben von DRC, ÖRC und RCS gibt es in allen drei Ländern auch einen gesetzlichen Rahmen gegen sogenannte Qualzucht. In Deutschland verbietet § 11b Tierschutzgesetz (TierSchG) die Zucht von Wirbeltieren, wenn dadurch erblich bedingt Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder umgestaltet sind und den Nachkommen daraus Schmerzen, Leiden oder Schäden entstehen. CEA/Kolobom ist dort nicht namentlich als Qualzuchtmerkmal gelistet; der Gentest wird in der Zuchtpraxis aber auch genutzt, um eine Zuchtauswahl mit bekanntem Erbfehler von vornherein zu vermeiden, statt erst im Einzelfall klären zu müssen, ob § 11b greift. Ergänzend untersagt die 2021 novellierte Tierschutz-Hundeverordnung (TierSchHuV) (wesentliche Neuregelungen seit 2023 in Kraft) unter anderem das Ausstellen von Hunden mit äußerlich erkennbaren Qualzuchtmerkmalen. Wichtig für Käuferinnen und Käufer: Nur Mitglieder des DRC sind an dessen Zuchtordnung gebunden – außerhalb des Verbands besteht keine automatische Testpflicht, sodass ein Prüfbericht aktiv selbst eingefordert werden muss. In Österreich regelte § 44 Abs. 17 Tierschutzgesetz (TSchG) bis zur Novelle vom Juli 2024 die Pflicht zu einem Maßnahmenprogramm zur Vermeidung von Qualzucht; diese Vorgabe wurde in den neuen § 22a TSchG überführt, wobei die wesentlichen Neuregelungen seit 1. Januar 2025 gelten. In der Schweiz verbietet Art. 25 Tierschutzverordnung (TSchV) ausdrücklich das Züchten von Tieren, bei denen erblich bedingt Körperteile oder Organe für den arttypischen Gebrauch fehlen oder umgestaltet sind und dem Tier dadurch Schmerzen, Leiden oder Schäden entstehen. Klarstellend: Das deutsche Gendiagnostikgesetz (GenDG) regelt laut § 2 (Anwendungsbereich) ausschließlich genetische Untersuchungen bei geborenen Menschen sowie Embryonen und Feten – auf Tiergentests wie den CEA-Test ist es nicht anwendbar.

Tierkrankenversicherung, erblich bedingte Befunde und was das für den Toller bedeutet

Für rassetypische Erbkrankheiten wie CEA setzen deutsche Tierkrankenversicherer unterschiedliche Instrumente ein: verlängerte Wartezeiten, finanzielle Höchstgrenzen für angeborene Befunde oder in manchen Fällen einen generellen Ausschluss. Nach gängiger Marktpraxis gilt eine Erkrankung als Vorerkrankung, wenn eine Diagnose oder Behandlung bereits vor Vertragsabschluss vorlag, wenn Symptome innerhalb der Wartezeit auftreten, oder wenn eine angeborene Fehlentwicklung bei Vertragsabschluss bereits bekannt war – letzterer Punkt betrifft CEA direkt, da die choroidale Hypoplasie eine angeborene Veränderung ist. Eine Übersicht zu Vorerkrankungs-Kriterien und Wartezeitregelungen deutscher Tierkrankenversicherer findet sich etwa bei unabhängigen Vergleichsportalen wie dogvers.de.

Ein reines DNA-Testergebnis (N/CEA oder CEA/CEA) ohne bislang festgestellte Augenveränderung ist dabei für sich genommen noch keine “bekannte Fehlentwicklung” im Sinne der Versicherungsbedingungen, sollte im Gesundheitsfragebogen aber wahrheitsgemäß angegeben werden – unrichtige Angaben können zum vollständigen Verlust des Versicherungsschutzes führen. Wegen der beim Toller beschriebenen NHEJ1-Diskordanz (siehe oben) ist außerdem zu bedenken, dass ein unauffälliges Gentestergebnis eine spätere Kolobom-Diagnose nicht ausschließt und ein damit verbundener Behandlungsbedarf trotzdem unter die üblichen Vertragsklauseln für angeborene bzw. erblich bedingte Erkrankungen fallen kann. Welche konkrete Regelung – Wartezeit, Höchstgrenze oder Ausschluss – im Einzelfall greift, legt jeder Versicherer individuell in den Vertragsbedingungen fest; diese sollten idealerweise schon vor dem Kauf eines Welpen und nicht erst nach einem Verdachtsbefund geprüft werden.

LenaLenaZahlt die Versicherung denn wenigstens den Gentest selbst?
Jonas ReuterJonas ReuterEher nicht – der Test dient in erster Linie der Zuchtplanung und der Einordnung eines Augenbefunds, nicht der Kostenerstattung. Das ist unabhängig vom Versicherungsstatus zu sehen.

Was Toller-Halter heute tun können

  • Vor dem Welpenkauf beim Züchter nach dem CEA/NHEJ1-Testergebnis beider Elterntiere fragen (N/N, N/CEA oder CEA/CEA), idealerweise mit Prüfbericht.
  • Frühzeitig eine augenfachärztliche Untersuchung vereinbaren, im Idealfall im Alter von sechs bis acht Wochen, mit einer möglichen Kontrolle im Erwachsenenalter wegen des “Go-Normal”-Phänomens.
  • Ein klares oder betroffenes NHEJ1-Ergebnis nicht als endgültige Aussage über die Augengesundheit werten – Brown und Thomasy (2018) fanden die Deletion nur bei 3 von 7 untersuchten Kolobom-Fällen. Gentest und Augenuntersuchung als sich ergänzende, nicht austauschbare Maßnahmen behandeln.
  • Bei bereits vorhandenem Hund unbekannten Status einen Gentest über die Tierarztpraxis veranlassen, etwa über LABOKLIN oder ein internationales Labor wie OFA/University of Missouri oder UC Davis VGL.
  • Vor Vertragsabschluss einer Tierkrankenversicherung die Klauseln zu angeborenen und erblich bedingten Erkrankungen genau prüfen, bevor überhaupt ein Verdacht im Raum steht.
  • Diagnose, Einordnung eines konkreten Testergebnisses und jede Behandlungsentscheidung gehören ausschließlich in die Hände der behandelnden Tierärztin oder des behandelnden Tierarztes bzw. einer veterinärmedizinischen Augenfachärztin oder eines Augenfacharztes.

Häufig gestellte Fragen

Q. Was ist Collie Eye Anomaly (CEA) und wie hängt sie beim Toller mit dem NHEJ1-Gen zusammen?
CEA, auch choroidale Hypoplasie genannt, ist eine erbliche Augenerkrankung, die mit einer 7.799-bp-Deletion in Intron 4 des NHEJ1-Gens assoziiert ist. Parker et al. (2007) fanden diese Deletion homozygot sowohl bei betroffenen Nova Scotia Duck Tolling Retrievern als auch bei Collies, Shetland Sheepdogs und mehreren weiteren Rassen.

Q. Bedeutet ein klares oder betroffenes NHEJ1-Testergebnis, dass die Augen meines Tollers definitiv gesund oder krank sind?
Nein. Eine UC-Davis-Studie von 2018 (Brown, Thomasy et al.) fand bei sieben Tollern mit Sehnervenkopf-Kolobom nur bei drei Hunden eine homozygote NHEJ1-Deletion – der DNA-Test allein kann ein Kolobom beim Toller also nicht vollständig vorhersagen oder erklären. Eine augenfachärztliche Untersuchung bleibt zusätzlich zum Gentestergebnis notwendig.

Q. Wie häufig ist die CEA-Trägerschaft beim Nova Scotia Duck Tolling Retriever?
Die Angaben schwanken je nach Quelle und Erhebungszeitraum: Ein älteres NSDTRC-USA-Archivdokument nennt etwa 5 % Träger und 0,5 % Betroffene, eine neuere Zusammenfassung derselben Organisation spricht von 10–15 % Trägern. Da die zugrunde liegenden Daten und Erhebungszeiträume nicht eindeutig zuzuordnen sind, sollte keine einzelne Zahl als gesicherter aktueller Fakt behandelt werden.

Q. Wo kann ich meinen Toller in Deutschland, Österreich oder der Schweiz testen lassen?
In Deutschland führt LABOKLIN in Bad Kissingen den CEA/NHEJ1-Test mit dem Toller explizit auf der Rasseliste; die Probe wird über die Tierarztpraxis eingesandt, das Ergebnis liegt laut Labor nach etwa drei bis fünf Werktagen vor, der Preis liegt laut aktuellem LABOKLIN-Preiskatalog bei 62,00 € (Halterpreis) bzw. 48,00 € (Züchterpreis). In Österreich bietet FERAGEN (Salzburg) den Test für 49,00 € per Online-Bestellung an. In der Schweiz führt LABOKLIN über laboklin.ch den Einzeltest zum Halterpreis von CHF 63.15 (Züchterpreis CHF 48.90) durch; alternativ steht auch der Versand an Generatio (Deutschland) offen. Als internationale Alternative bleibt der Versand an OFA/University of Missouri oder UC Davis VGL möglich.

Q. Ist der CEA-Gentest beim Deutschen Retriever Club für die Zuchtzulassung des Tollers verpflichtend?
Nein. Verpflichtend sind nach der DRC-Zuchtordnung für den Toller (Fassung vom 12. März 2026) Röntgenuntersuchungen von Hüfte und Ellbogen, eine augenfachärztliche Untersuchung, ein prcd-PRA-Gentest sowie der Nachweis der genetischen Freiheit von Degenerative Encephalopathy (DE) und Juvenile Addison Disease (JADD) bei mindestens einem Elternteil. Ein CEA/NHEJ1-Gentest ist in dieser Zuchtordnung dagegen nicht als Voraussetzung genannt – anders als beim österreichischen ÖRC, der ihn ausdrücklich verlangt (siehe oben).

Q. Übernimmt meine Tierkrankenversicherung die Kosten für den Gentest oder eine spätere Behandlung?
Das hängt vom jeweiligen Tarif ab. Angeborene und erblich bedingte Befunde sind bei manchen Anbietern grundsätzlich ausgeschlossen, bei anderen gilt eine Wartezeit oder eine Höchstgrenze. Klären Sie die konkrete Regelung am besten direkt mit dem Versicherer, bevor ein Verdacht oder Testergebnis vorliegt.

Quellen

So lassen Sie Ihr Tier testen

Manche Tier-DNA-Tests prüfen den Trägerstatus erblicher Erkrankungen oder genetische Risikomarker, aber die Ergebnisse sind Information, keine Diagnose. Bei Symptomen oder wenn eine gesicherte Diagnose nötig ist, wenden Sie sich bitte an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.

Nachfolgend – nach Wohnort gruppiert –, wo sich Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1) testen lässt, samt Angabe, ob der Dienst diese Variante ausdrücklich listet (✅ = gelistet / ❓ = unbestätigt / ❌ = nicht angeboten).

Innerhalb der EU / in Deutschland

Wisdom Panel Premium
🌐 Servicegebiet: USA, Kanada & UK (regionale Labore); Kontinentaleuropa unbestätigt
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):✅ Ja
Cheek swab; 265+ conditions including MDR1 and DM (SOD1). Lafora disease is reported as a LINKAGE test (marker-based prediction, not the NHLRC1 repeat itself) — the company itself advises confirming with a direct test before breeding decisions.
Orivet
🌐 Servicegebiet: Weltweiter Postversand (Zoll-/Einfuhrdokumente ggf. nötig; Rückversand selbst organisieren)
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):✅ Ja
Standalone tests incl. MDR1 (ivermectin sensitivity) and Degenerative Myelopathy (DM). GenoPet kit also on Amazon.
WSU PrIMe / VCPL (discovered MDR1)
🌐 Servicegebiet: Servicegebiet offiziell nicht angegeben (bitte prüfen)
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):❌ Nein
Dr. Mealey’s lab — the group that discovered ABCB1-1Δ. Direct-to-owner MDR1 test. DM: verify.
Wisdom Panel Premium
🌐 Servicegebiet: Servicegebiet offiziell nicht angegeben (bitte prüfen)
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):❓ Unbestätigt
Wangenabstrich; Panel inkl. MDR1. Auch bei Amazon.de (Wisdom Panel Essential) erhältlich.
Feragen
🌐 Servicegebiet: Weltweiter Postversand (Zoll-/Einfuhrdokumente ggf. nötig; Rückversand selbst organisieren)
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):✅ Ja
Österreich (Marke dna-test-hund.de für DE). MDR1-Defekt einzeln oder im Rassetest. DM: bitte prüfen.
Laboklin
🌐 Servicegebiet: EU-Labornetz + UK (andere Regionen im Einzelfall)
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):✅ Ja
Fachlabor. MDR1-Genvariante sowie DM (beide SOD1-Varianten c.118G>A / c.52A>T, u. a. Berner Sennenhund). Einsendung über die Tierarztpraxis.
Genomia
🌐 Servicegebiet: Weltweiter Postversand (Zoll-/Einfuhrdokumente ggf. nötig; Rückversand selbst organisieren)
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):❓ Unbestätigt
Labor in Pilsen (Tschechien), EU. Einzeltest auf die NHLRC1-Lafora-Mutation, für zwölf Rassen gelistet (u. a. Rauhaarzwergteckel, Beagle, Basset Hound, Chihuahua, Welsh Corgi). Direktbestellung durch Halterinnen und Halter möglich; Wangenabstrich-Kits werden angeboten. Preis und Bearbeitungszeit auf der Testseite.

Außerhalb der EU

Hinweis: Auch wenn das Kit international gekauft/versandt werden kann, ist die Dienstleistung selbst (Probenrücksendung, Analyse, Ergebnisse) in Ihrem Land nicht garantiert. Prüfen Sie vor der Bestellung das angegebene Servicegebiet und den Rückversand jedes Anbieters.

Embark (Breed + Health)
🌐 Servicegebiet: US/Kanada/EU/UK/Australien (US-Labor; international zahlt Rückporto selbst)
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):✅ Ja
Cheek swab; multi-condition health panel that includes MDR1 and DM (SOD1). Also on Amazon (US health kit; JP = parallel-import).
Paw Print Genetics
🌐 Servicegebiet: Weltweiter Postversand (Zoll-/Einfuhrdokumente ggf. nötig; Rückversand selbst organisieren)
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):✅ Ja
Clinical-grade lab; standalone MDR1. Other conditions incl. DM: verify on the product page.
LabGenVet (Canada)
🌐 Servicegebiet: Weltweiter Postversand (Zoll-/Einfuhrdokumente ggf. nötig; Rückversand selbst organisieren)
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):❓ Unbestätigt
Canadian veterinary genetics lab. Direct NHLRC1 Lafora test listed for Beagle, Chihuahua, Miniature Wirehaired Dachshund, Newfoundland and Pembroke Welsh Corgi. Mail-in; confirm sample type and international shipping with the lab.

In anderen Regionen angebotene Dienste (in Ihrer Region ggf. nicht verfügbar)

Pontely Hunde-DNA-Test
🌐 Servicegebiet: Nur Japan (keine internationale Probenrücksendung)
Verfügbar in: Japan
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):✅ Ja
Heim-Abstrich-Hunde-DNA-Dienst aus Japan; deckt u. a. MDR1 und PRA ab. Weitere Varianten: nicht offiziell angegeben (prüfen). Dienst für Japan — außerhalb bitte Versand bestätigen.
Kahotechno DNA-Test
🌐 Servicegebiet: Nur Japan (keine internationale Probenrücksendung)
Verfügbar in: Japan
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):✅ Ja
VEQTA Hunde-Erbkrankheiten-DNA-Test
🌐 Servicegebiet: Nur Japan (keine internationale Probenrücksendung)
Verfügbar in: Japan
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):✅ Ja
Amanecer DNA-Test
🌐 Servicegebiet: Servicegebiet offiziell nicht angegeben (bitte prüfen)
Verfügbar in: Japan
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):❌ Nein
Universität Gifu / Kagoshima — DM (SOD1)-Test
🌐 Servicegebiet: Nur Japan, über Ihre Tierärztin/Ihren Tierarzt
Verfügbar in: Japan
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):❓ Unbestätigt
Anicom DM (SOD1)-Test
🌐 Servicegebiet: Nur Japan (keine internationale Probenrücksendung)
Verfügbar in: Japan
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):❓ Unbestätigt
Orivet Japan — Hunde-DNA-Test
🌐 Servicegebiet: Japan & Asien (Probe geht an das Labor in Japan)
Verfügbar in: Japan
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):✅ Ja
amomag — Hunde-DNA-Test
🌐 Servicegebiet: Nur Japan (keine internationale Probenrücksendung)
Verfügbar in: Japan
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):✅ Ja
AIRDEC mini — Lafora-(Epm2b)-Test
🌐 Servicegebiet: Nur Japan, über Ihre Tierärztin/Ihren Tierarzt
Verfügbar in: Japan
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):❓ Unbestätigt
Japanisches Labor mit Einzeltest auf Epm2b (NHLRC1); nur Vollblut (keine Wangenabstriche), Einsendung über eine Tierarztpraxis in Japan.
Basepaws Dog DNA
🌐 Servicegebiet: Praktisch nur USA (international: Rückversand ans US-Labor selbst organisieren)
Verfügbar in: USA
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):❌ Nein
Dog health panel includes MDR1. DM (SOD1): verify on the product page. Also on Amazon.
UC Davis VGL (dog)
🌐 Servicegebiet: Weltweiter Postversand (Zoll-/Einfuhrdokumente ggf. nötig; Rückversand selbst organisieren)
Verfügbar in: USA
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):✅ Ja
University lab; standalone MDR1 and DM (SOD1) tests, owner-orderable.
Breedwise DNA
🌐 Servicegebiet: International auf Anfrage (Versand je nach Land)
Verfügbar in: USA
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):✅ Ja
Standalone MDR1 oral swab (US). DM: verify on the product page.
OFA / University of Missouri
🌐 Servicegebiet: Weltweiter Postversand (Zoll-/Einfuhrdokumente ggf. nötig; Rückversand selbst organisieren)
Verfügbar in: USA
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):✅ Ja
The originating DM lab (Awano 2009). SOD1 c.118G>A test; result = risk class, not a diagnosis. MDR1: verify.
GLBizzia Haustier-DNA-Test (China)
🌐 Servicegebiet: Nur China (international unbestätigt)
Verfügbar in: China
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):❓ Unbestätigt
Urban Animal (India)
🌐 Servicegebiet: Nur Indien (Ausland auf Anfrage)
Verfügbar in: Indien
Collie Eye Anomaly (CEA/NHEJ1):❓ Unbestätigt
India-based broad panel (130+ conditions); MDR1 / DM not explicitly published — verify.

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Über den Autor

Jonas Reuter

Jonas Reuter

Redaktion & Text (kein Tierarzt)

Autor mit molekularbiologischem Hintergrund und langjähriger Hunde- und Katzenhalter. Kein Tierarzt – er übersetzt begutachtete Genetik-Forschung und Primärdaten in verständliche Sprache, stets als Information und nicht als Diagnose.

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